Donnerstag, Februar 09, 2012

Fraktale Welten

Arbeitsfenster-KPT5-FraxplorerEine Reise in die Unendlichkeit der Systeme

Der Ausdruck: „Die Unendlichkeit der Systeme“ fiel mir spontan ein, als ich angefangen habe, die uns umgebenden Strukturen und Systeme genauer zu erforschen und darüber nachzudenken, wie alles auf übergeordneter Ebene zusammenhängen könnte.

Überall herrschen Gesetzmäßigkeiten, die scheinbar auf mathematischer Ebene konstruiert sind. Viele davon scheinen auf makroskopischer Ebene oder gar im Alltag keine Bedeutung zu haben, sind aber doch (wie etwa die Coulomb – Wechselwirkung) fundamental. Selbst die scheinbare Unordnung und das Chaos wie z.B. der zurückgelassene Unrat in einer alten verlassenen Scheune, oder das Schneegestöber an einem kalten Wintertag unterliegt Gesetzmäßigkeiten, die nur zu komplex sind, um sie als solche verstehen zu können.

Arbeitsfenster-Fraktalexplorer_V.2.02Wissenschaftler versuchten und versuchen diese Gesetze im Rahmen der Chaosforschung mathematisch zu fassen. Dem Mathematiker Benoit B. Mandelbrot ist es schließlich zu verdanken, das die Theorien über Ordnung und Chaos in oft wunderschönen Computergrafiken dargestellt werden können. Er erforschte z.B., dass die Küstenlinie Englands immer länger wurde, je genauer die Längen der Küstenabschnitte gemessen wurden und die Summe der Teilstücke den Gesamtlängenwert der Küste immer größer werden ließ. Mit Hilfe von Computern konnte er diese Untersuchungen ausdehnen, die den Weg für die Fraktalfoschung ebneten. Je genauer man Natürliche Strukturen (Wolken, Berge, Pflanzen) analysiert, umso deutlicher wird ihre Selbstähnlichkeit: Wie im großen, so auch im Kleinen. Man kann mit heute vielen erhältlichen Programmen am Computer selbst interessante Fraktalstrukturen erstellen und erforschen. Die Einen visualisieren sie in Form von Gemälden, die Anderen auf eher abstrakter Ebene in Form von Lichtgrafiken.

Ich hingegen versuche, die Fraktalstrukturen gezielt auf Details zu untersuchen, die dem beiläufigen Betrachter eher verborgen bleiben. Die in dieser Galerie ausgestellten Fraktale sind das Ergebnis meiner Forschungen und Beobachtungen.

Aus über 2000 Fraktalbildern, habe ich die aussagekräftigsten Werke ausgewählt, die zum Teil nicht direkt als Fraktale zu erkennen sind. Diese „Reise in die Unendlichkeit der Systeme“ öffnet neue Horizonte: In den chaotischsten Wirrungen, lässt sich dennoch eine gewisse mathematische Ordnung erkennen lassen. Oft musste ich in die feinsten Nischen in den so genannten Apfelbäumchen der Grundfraktale suchen, um feinste Gespinste zu finden, die meine Theorie über die uns umgebenden Systeme bestätigen.

Selbst die Suchmaschinen, die zum Thema „Fraktale“ eine überwältigende Fülle an Informationen zu Tage fördern, sind selbst riesige Fraktale Gebilde geworden. Beim Betrachten der Bilder drängt sich mir die Fragen auf: „Ist nicht etwa das gesamte Universum ein überdimensionales Fraktal?  Sehen wir vielleicht einfach nur das Apfelmännchen nicht in seiner Gesamtheit? Können wir es überhaupt jemals begreifen?“ Meiner Theorie nach, verschließt sich die Unendlichkeit der Systeme vor unserem Zugriff und damit auch die Antwort auf fundamentale Fragen. Die Fragen „Was ist Zeit?“ und „Was ist Raum?“, sind hochkomplex und entziehen sich unserem Begreifen. Theorien können wir wohl darüber ersinnen, aber die Antworten darauf liegen für alle Zeiten in der Unendlichkeit der Systeme verschlossen!

Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß und studieren beim anschauen der fraktalen Welten.

James W.

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